Über mich



Mut entsteht immer durch die Überwindung von Angst. Das ist Arbeit.“

– Sandra Hüller

Ich bin Kunsthistorikerin mit Schwerpunkt auf Biografieforschung, Oral History, Erinnerungskultur und narrativer Kommunikation.

Meine Ausbildung und berufliche Laufbahn bewegen sich an der Schnittstelle von Archiv, Museum und Galerie. Im Zentrum meines Interesses stehen Medien- und Kommunikationsdesign sowie deren kulturelle und historische Dimensionen. Daraus resultierte eine vertiefte Beschäftigung mit der Geschichte der Fotografie, des Films und des Grafikdesigns. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Lebenswegen von Künstlerinnen und Künstlern sowie den Bedingungen, unter denen Kunst entsteht, vermittelt und rezipiert wird. Zum LEBENSLAUF

Mein aktuelles Forschungsinteresse gilt Fragen der kulturellen Identität, der Erinnerungskultur und der Kunstproduktion im 20. Jahrhundert, die ich im Kontext von Traumaforschung und Entwicklungspsychologie untersuchen möchte. In diesem Zusammenhang entsteht eine interdisziplinäre Perspektive, die kulturhistorische, psychologische und biografische Ansätze miteinander verbindet.

Karte der kulturellen Identität und Lebenswelt

Ich entwickle ein zeitliches und räumliches Modell kultureller Identität und Lebenswelt. Diese „Karte“ dient als:

  • Basis für interdisziplinäre Kooperationen
  • Forschungsgrundlage
  • Denkmodell
  • Struktur für ko-kreative Prozesse

Ein weiteres Forschungsinteresse gilt:

Erinnerungskultur nach dem Zweiten Weltkrieg

Archive und Museen entwickeln neue Formen des Umgangs mit

  • transgenerationalen Traumafolgen,
  • Leerstellen in Archiven,
  • emotionaler Historiografie,
  • Beteiligungskultur,
  • und multiperspektivischem Erzählen.

In meinem Forschungsansatz ist mir besonders wichtig:

Offener Kultur- und Wissenschaftsbegriff

Für meine Arbeit ist ein breites Spektrum an Wissen, Denkmodellen und Perspektiven wesentlich. Ich verstehe Kultur und Wissenschaft als offene, dynamische Prozesse und bleibe bewusst offen für neue Zugänge, interdisziplinäre Methoden. Dabei verbinde ich kunst- und kulturhistorische Fragestellungen mit Erkenntnissen aus der Entwicklungspsychologie, Trauma- und Epigenetikforschung, Mythenforschung sowie der Oral History und narrativen Forschung.

Momentan beschäftige ich mich intensiv mit den Ansätzen von Franz Ruppert zum „Identitätsorientierten Psychotrauma“ sowie mit den Initiativen von Thomas Hübl zur kollektiven Traumaheilung, insbesondere den „Pocket Projects“. Ich nehme an einem Workshop teil zum Dilemma der Schweiz im Zweiten Weltkrieg, um diese Methoden besser kennenzulernen.

Mehr Informationen dazu: https://pocketproject.org/integration-lab/das-dilemma-der-schweiz-wahrend-dem-zweiten-weltkrieg/

Stand Juni 2026